SWISS MRI Incidents Register: der erste Bericht liegt vor

Der erste Bericht zum SWISS MRI Incidents Register zieht Bilanz über die ersten sechs Monate des Registers. Die Meldungen liefern erste Erkenntnisse zu Risiken, Sicherheitsbarrieren und Verbesserungspotenzial in der MRT.
Seit Januar 2026 sammelt das SWISS MRI Incidents Register freiwillige und anonyme Meldungen zu Zwischenfällen, Beinahe-Fehlern (Near Misses) und kritischen unerwünschten Ereignissen in der Schweiz. Ziel ist es, aus diesen Erfahrungen zu lernen und die MRT-Sicherheit kontinuierlich zu verbessern.
Was zeigen die ersten Meldungen?
Insgesamt wurden 24 Meldungen erfasst: 13 Beinahe-Fehler, 10 Zwischenfälle und ein schwerwiegendes Ereignis. Ein Schwerpunkt zeigt sich bei Implantaten und der Informationsweitergabe: Bei 8 von 14 auswertbaren Ursachen spielten unzureichende Angaben auf der ärztlichen Zuweisung eine Rolle.
7 von 9 auswertbaren Beinahe-Fehlern wurden durch den Sicherheitsfragebogen am Untersuchungstag erkannt. Erfolgt die Abklärung jedoch erst dann, kann dies zu Verzögerungen, Neuplanungen oder Ausfällen von Untersuchungen führen. Eine frühzeitige Klärung verbessert deshalb Sicherheit und Abläufe.
Jede Meldung hilft
Das Register basiert auf freiwilligen, anonymen Meldungen. Die bisherigen Fälle erlauben keine Rückschlüsse auf die nationale Häufigkeit von MRT-Zwischenfällen, liefern aber wertvolle Hinweise auf Sicherheitsbarrieren, Kommunikationslücken und Verbesserungspotenzial. Jede Meldung trägt dazu bei, Risiken sichtbar zu machen und eine fundierte Datengrundlage für Verbesserungen der MRT-Sicherheit zu schaffen.
Weitere Informationen zum SWISS MRI Incidents Register
Bild: KI-generiert mit ChatGPT