International Day of Radiology 2025 – ein weltweiter Aktionstag am 8. November

Monika Casiero

Am 8. November rückt die Radiologie ins weltweite Rampenlicht. Der International Day of Radiology (IDoR) würdigt die bahnbrechende Entdeckung der Röntgenstrahlen – und vor allem die Arbeit jener Fachpersonen, die Radiologie heute zu einem unverzichtbaren Bestandteil der modernen Medizin machen.

Warum der 8. November
Am 8. November 1895 entdeckte Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen – ein Ereignis, das die Medizin für immer veränderte. Ohne diese Entdeckung gäbe es keine moderne Radiologie, keine Krebsfrüherkennung durch bildgebende Verfahren, keine präzisen Diagnosen und keine minimalinvasiven Therapien. Radiologie ist Schlüsselmedizin.

Vom europäischen zum internationalen Aktionstag
Aus einem einmaligen European Day of Radiology im Jahr 2011 entwickelte sich ein weltweiter Aktionstag: 2012 riefen die European Society of Radiology (ESR), die Radiological Society of North America (RSNA) und das American College of Radiology (ACR) den International Day of Radiology ins Leben. Heute wird er von mehr als 200 Fachgesellschaften unterstützt und ist zu einem festen Bestandteil des internationalen Gesundheitskalenders geworden.

Radiologie sichtbar machen
Der IDoR schärft das Bewusstsein für die zentrale Rolle der Radiologie in der modernen Medizin. Jedes Jahr stehen internationale Kampagnen, Veranstaltungen und Publikationen im Zeichen dieses Tages. Ziel ist, die Relevanz der Radiologie auch ausserhalb der Fachwelt deutlich zu machen – mit Aktionen wie:

  • Öffentlichkeitsarbeit und Informationskampagnen
  • Veranstaltungen in Spitälern, Kliniken und Praxen
  • Social-Media-Beiträgen unter #IDoR2025

Engagement in der Schweiz – SVMTR
Auch in der Schweiz ist der IDoR fest verankert. Die SVMTR engagiert sich seit Jahren mit Informationskampagnen, Fachveranstaltungen und Social-Media-Aktivitäten, um Radiologie und deren Berufsgruppen sichtbarer zu machen und die Wertschätzung für die tägliche Arbeit zu fördern.

Ausblick: Tag der Radiologiefachpersonen am 15. November 2025
Nur eine Woche nach dem IDoR feiern wir in der Schweiz den Tag der Radiologiefachpersonen. Am 15. November 2025 treffen wir uns in der Eventfabrik in Bern zu einem abwechslungsreichen Programm mit Fachvorträgen, Workshops und Diskussionen. Themen sind unter anderem Hypnose in der Radiologie, Kommunikation und berufspolitische Entwicklungen. Die Woche vom 8. bis 15. November wird so zu einem echten Highlight für unser Berufsfeld.

Machen Sie mit!
Gestalten Sie den International Day of Radiology aktiv mit: Ob mit einem Infostand in Ihrer Abteilung, einem Beitrag auf Social Media mit den Hashtags #IDoR2025 und #SVMTR (französisch: #ASTRM) oder durch Ihre Teilnahme am Tag der Radiologiefachpersonen. Jede Aktivität zählt und macht unsere Arbeit sichtbarer.

Als Unterstützung stellen wir auch dieses Jahr ein Poster zum Download bereit, das unsere Verbundenheit mit Fachpersonen weltweit ausdrückt. Nutzen Sie es, um in Ihrer Institution auf den 8. November aufmerksam zu machen und Grüsse aus der Schweiz in die internationale Community zu senden. Eine individualisierbare Version des Posters, die Sie mit dem Logo Ihrer eigenen Institution oder Ihres Spitals ergänzen können, wird voraussichtlich in Kalenderwoche 42 verfügbar sein.


Referenzen

Kontakt:
Monika Casiero
Mitglied des Zentralvorstands SVMTR und des Ressorts Kommunikation
Leiterin MTR Nuklearmedizin, Strahlenschutzsachverständige StSV, Berufsbildnerin Nuklearmedizin
Klinik Hirslanden, 8032 Zürich
monika.casiero@hirslanden.ch

Weitere Fachartikel

18.08.2026

Midjourney und der Ultraschallscanner

Im Juni 2026 sorgte Midjourney mit einer ungewöhnlichen Ankündigung für Aufmerksamkeit – diesmal jedoch nicht wegen eines neuen KI-Modells zur Bildgenerierung, sondern mit einem neuen Projekt im Bereich der medizinischen Bildgebung: Midjourney Medical.

05.08.2026

Wenn Fossilien in den CT kommen: Dual-Energy-Akquisition jenseits des klinischen Alltags

Was passiert, wenn der «Patient» 150 Millionen Jahre alt ist, in einem Felsblock eingebettet liegt und keine Dosisgrenzwerte kennt? Am Radiologiezentrum des Kantonsspitals Aarau (KSA) wurden die Knochen eines Edaphosaurus und eines Dimetrodon untersucht. Das in einen rund 80 Kilogramm schweren Gesteinsblock eingebettete Skelett eines Sauropoden-Babys wurde im Radiologiezentrum Lenzburg KSA gescannt. Beide Untersuchungen erfolgten mittels Dual-Energy-CT am SOMATOM X.ceed, einem Hochgeschwindigkeits-CT-Scanner. Der folgende Erfahrungsbericht gibt Einblicke in die Protokollwahl, die Herausforderungen bei der Lagerung, die Dosisfreigabe und die technologischen Fortschritte.

22.07.2026

SVMTR-Geschäftsstelle besucht die Radiologie des Luzerner Kantonsspitals

Die Geschäftsstelle der SVMTR erhielt im Juni 2026 die Gelegenheit, einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Luzerner Kantonsspitals (LUKS) zu werfen und die vielfältigen Bereiche der Radiologie kennenzulernen.

08.07.2026

SVMTR-Funktionär:innen im Fokus: Gisela Salm, Vizepräsidentin der SVMTR

Gisela Salm ist seit 2023 Mitglied des Zentralvorstands der SVMTR und engagiert sich seit 2025 als Vizepräsidentin. Als Bildungsgangleiterin bringt sie eine wichtige Perspektive in die Verbandsarbeit ein: die Verbindung von Bildungs- und Berufspolitik. In der Blogserie erklärt sie, weshalb diese beiden Bereiche für die Zukunft der Radiologiefachpersonen untrennbar zusammengehören.

Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstützen Sie unsere Arbeit. Werden Sie Mitglied – Ihre Berufskolleg:innen sind Ihnen dankbar für Ihr Interesse, Engagement und Ihre Solidarität.
Mitglied werden
© 2026 SVMTR. Alle Rechte vorbehalten.